Innovationslogik und regionales Wirtschaftswachstum: Theorie und Empirie autopoietischer Innovationsdynamik

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BoD – Books on Demand, 2003 - 372 pages
Obwohl neuere wachstumstheoretische Ansätze durchgängig die Bedeutung von Innovationen für wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung und Wohlstand betonen und sich dabei in selten zu findender Eintracht auf die wegweisenden Arbeiten Joseph A. Schumpeters beziehen, ist dennoch zu konstatieren, dass das Schumpetersche Entwicklungsparadigma nach wie vor in Wirtschaftstheorie und -politik ein Schattendasein fristet. Im Gegensatz zur von Schumpeter vertretenen "Innovationslogik des Wachstums" handelt es sich bei gängigen wirtschafts- und regionaltheoretischen Ansätzen ausnahmslos um unternehmerlose bzw. inputlogische Wachstumskonzepte. Im Mittelpunkt dieses Buches steht die theoretische und empirische Fusion von Schumpeterscher Innovations- und Entwicklungslogik mit der modernen Systemtheorie, insbesondere mit der Theorie der Autopoiese. Indem gezeigt wird, dass regionale Innovationssysteme autopoietischen, d.h. selbstherstellenden und -erhaltenden Charakters sind und dabei schöpferische Unternehmer und deren Kompetenzen als treibende Kraft im fortlaufenden Reproduktionsprozess von Innovationen durch Innovationen fungieren, wird der regionale Entwicklungsprozess zu einem endogenen, durch die Region und die dort agierenden Akteure verursachten Phänomen.

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Contents

Regionalpolitische Konzepte im Überblick
11
Neoklassik versus Schumpeter Inputwachstum als Voraussetzung und Ergebnis regionalen Wirtschaftswachstums
28
Eine autopietisch
45
Ergänzung des Schumpeterschen Entwicklungsparadigmas um die Theorie autopoietischer Innovationsdynamik
47
Das Konzept der unternehmerischen Kompetenz
76
Selbstverstärkungsprozesse intrafunktionalen Kompetenzerwerbs
84
Lernende Regionen als Regionen der Wissensumsetzung und verwertung
97
Die drei Komponenten der regionalen institutionellen Infrastruktur
101
Kooperationsfördernde Mechanismen in industriellen Distrikten
187
Effektivität des Lernens
204
Typen lokaler Unternehmensnetzwerke
209
Situatives Vertrauen als unternehmerische Leistung
226
Persönliches Vertrauen als unternehmerische Leistung
233
Business Angels Finanzierungsnetzwerke
245
Quellen der Gründungsfinanzierung in den USA im Jahr 1997
249
Netzwerkunternehmerische Aufgabenbereiche des CommunityUnternehmers 239 Abbildung 23 Der nachfrageorientierte Ansatz regionaler Unterneh...
251

Binnendifferenzierung des Wirtschaftssystems
114
Autopoiese regionaler Innovations und Evolutionssysteme
124
Binnendifferenzierung des Innovationssystems
128
Lokale Unternehmensnetzwerke als zentrale
131
Rationalität und Vertrauen Zwei alternative Mechanismen der Komplexitätsreduktion
139
Situatives und persönliches Vertrauen
146
Übersicht Formen und Quellen persönlichen und situativen Vertrauens
157
Das Vertrauensspiel
160
Vertrauenssubstituierende Mechanismen in Kooperationsbeziehungen 167 Abbildung 16 Der Moralmechanismus persönlichen Vertrauens
169
Die Eigenkapitallücke im Finanzierungslebenszykluszyklus junger Firmen
252
Die Transaktionskosten einer Kreditvertragsbeziehung
256
Typen von Business Angels
270
regionalen Entwicklungsprozessen
279
Universitäten und ungenutzte Wachstumspotentiale
284
Wissensinstitutionen und die Autopoiese regionaler Innovations und Evolutionssysteme 300 7Regionale Wirtschaftsentwicklung als Selbstorganisatio...
305
Die informationsbedingten Risiken der Gründungsfinanzierung 262 Abbildung 29 Finanzierungskompetenz im Finanzierungslebenszyklus eines Unte...
310
Literaturverzeichnis
xv
Copyright

Common terms and phrases

Abschnitt Akteure Allokation Ansatz Arbitrage Arbitrageure aufgrund Ausführungen auszugehen autopoietische Banken Bedeutung begrenzter Rationalität beiden bspw Business Angels deswegen DOSI effektive effiziente endogenen Wachstumstheorie entsprechend Entwicklung Entwicklungsprozeß erst Etablierung Evolution Evolutionssystemen Fähigkeit Faktoren Finanzierung Finanzkapital folgenden Gründer Gründungsfinanzierung handelt Humankapital industriellen Distrikten Informationen Innovationshandeln Innovationslogik Innovatoren Inputlogik Inputs insbesondere institutionelles Arrangement institutionentheoretische Investitionen Kompetenzentfaltung Kompetenzerwerb Komplexitätsreduktion Konzept Kooperation Kooperationsbeziehungen Kooperationspartner langfristig Lernkompetenz Lernprozesse lokalen Unternehmensnetzwerken lokaler Unternehmensvernetzung LUHMANN LUNDVALL Marktversagen Mechanismen Möglichkeit muß neoklassischen Netzwerk Netzwerkunternehmer ökonomischen Organisationen organisierte Märkte OTTATI persönliches Vertrauen Produktion Produktionsfaktoren Prozeß Quasi-Rente Rahmen Rationalität Region regionalen Innovations regionaler Innovationssysteme Regionalpolitik Ressourcen Rolle RÖPKE schen schöpferische Unternehmer schöpferischer Zerstörung SCHUMPETER SCHUMPETER 1993 Schumpeterschen Sicht siehe situatives Vertrauen somit sowie sozialen spieltheoretische Strukturen Systeme technologischen thematisierten theoretische Transaktionen Transaktionskosten Transaktionskostenansatz trust Überlegungen Überwachungsmechanismus unternehmerischen Funktionen unternehmerischer Kompetenz Unternehmersysteme Unternehmertums Unterschied Vernetzung verschiedenen Vertrauensgeber Vertrauensmechanismus Vertrauensnehmer Vertrauenswürdigkeit Wachstumsdenken Wachstumstheorie weiteren WILLIAMSON wirtschaftlichen Wachstums Wissen zentrale Zusammenhang zuvor

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